Trockenfutter

 

 Auch Trockenfutter für Haustiere in den USA vergiftet
 
Washington - Der jüngste Tierfutterskandal in den USA weitet sich aus. Nun soll auch Trockenfutter vom Markt genommen werden. Betroffen ist nach Angaben des Herstellers Hill's Pet Nutrition Katzenfutter mit Weizengluten eines amerikanischen Lieferanten.
Dieser hatte auch das Dosenfutter mit chemisch verseuchtem Gluten aus China importiert, das für den Tod von mindestens 16 Haustieren verantwortlich sein soll. Von dem Feuchtfutter wurden inzwischen 60 Millionen Dosen von fast 100 verschiedenen Marken zurückgerufen. Entdeckt wurde sowohl in Feucht- als auch in Trockenfutter Melamin, eine Chemikalie zur Herstellung von Kunststoffen. Diese ist in hoher Konzentration tödlich. AP
Aus der Berliner Morgenpost vom 1. April 2007
 

Über Trockenfutter

von Mike Theiss

Dies ist eine Inhaltsangabe des Artikels "Gjenvinningsgalskap"

(Wiedergewinnungs-Wahnsinn), der im Sommer 1997 in der

skandinavischen polytechnischen Fachzeitschrift "Miljø Aktuelt"

erschien. Verfasser ist Dipl. Ing. / Diplomwirtschaftler Harald

Johnsen. Wörtliche Zitate sind in Anführungszeichen gesetzt.

Tierfutterproduzenten sind Sponsoren

Schon 1995 betrug der Jahresumsatz amerikanischer Pet-food

Produzenten ca. 10 Milliarden Dollar. Die Pet-food Industrie ist seit langem

der wichtigste Sponsor für Interessenverbände der Hundebesitzer. Ohne

die umfangreichen finanziellen Beiträge der Futterproduzenten wären

größere Veranstaltungen mit Hunden heute kaum noch durchzuführen.

Hier liegt der Grund dafür, dass für Hundeverbände Kritik an

kommerziellem Hundefutter so gut wie tabu ist.

Gesunde und leistungsfähige Hunde

"In groß angelegten Reklameeinsätzen präsentiert man uns Bilder von

Vitalität, strotzender Gesundheit und Leistungsfähigkeit - alles dank des

Fertigfutters, das heute hauptsächlich aus den USA und Kanada importiert

wird. 'Reines hochwertiges Fleisch, keine künstlichen Zusätze' lesen wir."

Die Wirklichkeit sieht oft anders aus

"Was die Produzenten uns nicht sagen, ist dass sie statt 'ganzen

Hühnchen' lediglich Köpfe, Klauen, Eingeweide und Federn verwendet

haben. Die 'wohlschmeckenden Fleischbrocken' sind Kuhhirn, Zunge,

Embryos, die mit Hormonen vollgestopft sind und z.T. von selbstverstorbenen

Tieren stammen. Sogar Fleischteile, die von Krebs

angegriffen sind, können im Futter Deines Vierbeiners beigemischt sein.

Was man 'Korn' oder 'Getreide' nennt, sind eher Schalen und ähnliches,

was als Abfallstoff bei der Produktion für den menschlichen Verzehr übrig

bleibt."

Industrie mit eigenen Spielregeln

Der Verfasser behauptet, dass die Futter-Industrie so mächtig ist, dass sie

ihre eigenen Regeln erstellen konnte. Der Endproduzent braucht z. B. die

ihm zugelieferten Rohstoffe (die keine Angaben über die Bestandteile

enthalten müssen) nicht zu analysieren, und er ist nur zu Angaben jener

Stoffe verpflichtet, die er selbst beimischt. Die Angaben über Protein, Fett

und Kohlehydrate sind so geformt, dass diese z.B. durch ein "Gebräu aus

alten Lederschuhen, Motorenöl und Sägespänen erfüllt wurden." Mit

anderen Worten: Ein solches Gebräu kann die gesetzlichen Anforderungen

für Fertigfutter erfüllen.

Beigemischte Zusätze

"Um dem Produkt einen besseren Klang zu verschaffen, steuert man dem

Gebräu Vitamine und Minerale bei. Warum tut man das? Weil die

Hauptbestandteile des Futters keineswegs die hochwertige Qualität

besitzen, die die Produzenten uns weismachen wollen."

Brutale Behandlung

"Mit Hilfe einer brutalen Behandlung formt man aus der Futtermasse

kleine, feste, ansprechend aussehende Kügelchen. Bei dieser Behandlung

wird dann der letzte Rest eventuellen Nahrungswertes verdorben, der

vielleicht doch noch in dieser Masse vorhanden gewesen sein könnte."

Minderwertige Bestandteile

"Betrachtet man Pet-food aus einer nahrungswert-orientierten Sicht, so

besteht es hauptsächlich aus zweifelhaften Bestandteilen. Dieses

hochprozessierte Machwerk wird Dir von den gleichen Leuten empfohlen,

die Dir davon abraten, Deinem Vierbeiner die Reste Deiner eigenen

Mahlzeit zu geben."

Industrie ohne Gewissen

Der Verfasser stellt in seinem Artikel den Mangel an Ethik und die

Gewissenlosigkeit der Futterindustrie an den Pranger. "Als Resultat dieser

Gegebenheiten leiden heute 2 Millionen amerikanische Hunde und Katzen

an Allergien. Viele Tiere reagieren allergisch auf dieses knallhart

behandelte Fressen - von dramatischen Krankheitsreaktionen bis zu

chronischen Gesundheitsstörungen."

Der wirkliche Inhalt

"Hier folgen die Bestandteile des Produktes "Dinner with Chicken": 97 %

Korn, 2,25% Abfallprodukte von Hühnerschlachtereien, 0,75% Wasser.

Außerdem Spuren von Farbstoffen, Vitaminen, Mineralien und anderen

Zusatzstoffen.

Die Mengen an Kornprodukten im Tierfutter habe sich in den letzten

Jahren sehr stark erhöht, weil die Amerikaner eine gesundheitlich bessere

Ernährung für sich selbst anstreben, mit weniger tierischen und mehr

vegetarischen Produkten. Deshalb stehen immer weniger tierische

Abfallprodukte für die Herstellung von Tierfutter zur Verfügung.

Kornprodukte haben eine andere Bedeutung in der Tierfutter-Produktion

bekommen. Früher waren sie zusätzliche Füllmasse, heute sind sie

Hauptbestandteil."

Die wichtigsten Bestandteile in vielen Futtermarken sind heute Mais,

Sojamehl und gemahlener Abfall aus Hühnerschlachtereien, und diese drei

machen zusammen oft über 90% der Futtermasse aus.

Bindemittel

"Die Futterindustrie verwendet eine Reihe von Bindemitteln und

Feuchtigkeitsmitteln, die sich im Dickdarm unserer Vierbeiner festsetzen

und zu Verstopfungen führen. Soja, ein sehr oft beigemischter Bestandteil

des Futters, ist völlig wertlos für unsere Hunde und Katzen, weil diese

nicht die Fähigkeit besitzen, Soja zu verdauen. Stattdessen bläst es den

Magen auf und entwickelt Darmgase."

Nach Meinung des Verfassers verwenden die Produzenten Soja aus zwei

Gründen: Sie können damit sowohl den Proteingehalt als auch gleichzeitig

das Volumen/Gewicht des Futters auf eine billige Weise erhöhen.

Tatsächlich ist jedoch Soja ohne jeglichen Nutzen für die Tiere, sondern

lediglich eine Belastung für ihr Wohlbefinden.

Wenig Fleisch

"Wenn wir uns vorstellen, eine Dose mit "Dinner with Beef" wäre so groß

wie ein Einfamilienhaus, würde die 'Fleischmenge' (d.h. Organe,

Eingeweide, Hirn und anderes, was wir Menschen nicht essen wollen)

einen Kleiderschrank füllen. Zugesetzte Stoffe wie Vitamine, Minerale und

Geschmacksstoffe würden je ein Wasserglas füllen, und den Rest des

Hauses würden Abfallstoffe der Kornproduktion füllen."

Verdorbenes Abfall-Fett

Diverse Fettstoffe, die sich für den menschlichen Genuss nicht mehr

eignen, z.B. Abfall-Fett nach Benutzung in Schnellimbissen, verharschtes

Tierfett, verdorbene Sahne usw. werden direkt in die getrocknete Masse

aus Kornabfällen und Proteinmehl gesprüht, die unsere Vierbeiner als

solche nie anrühren würden.

"Die Tragödie besteht darin, dass unsere Tiere den Geruch und

Geschmack von Fett lieben. Das Fett wirkt gleichzeitig als Bindemittel, und

erlaubt den Einsatz von anderen Zusätzen wie Farbe und

Geschmacksstoffe."

"Ausgedientes Bratfett von Großküchen ist im Laufe der letzten 15 Jahre

zur wichtigsten Fettquelle für amerikanisches Tierfutter geworden. Dieses

Fett wird in der Regel in Fässern oder offenen Behältern monatelang unter

ungünstigen Temperaturverhältnissen gelagert. Diese werden von

Händlern abgeholt, die kräftige antioxydierende Stoffe beisetzen, um eine

weitere Degradierung des Fettes zu verhindern. Dieses Gemisch wird an

die Futterproduzenten verkauft."

"Verdorbenes und stark preserviertes Fett ist schwer verdaulich und kann

zu einer Reihe von Reaktionen führen: Erbrechen, Durchfall, Darmgas und

extrem schlechtem Mundgeruch - um nur einige zu nennen."

Gesundheitsschädliche Zusätze

Da die Zulieferer die Bestandteile ihrer "Produkte" nicht angeben müssen -

und auch niemand danach fragt - kann der Futterproduzent mit vollem

Recht "frei von jeglichen Zusätzen" auf die Packung schreiben, obwohl den

Rohstoffen nachweislich Nitrit, Ethoxyquin (EQ), BHT und BHA beigefügt

wurde.

"Ein amerikanischer Tierarzt machte sich die Mühe, alle Petfood-Marken zu

analysieren, die mit der Aufschrift 'frei von chemischen Zusätzen' oder

'nur natürliche Bestandteile' versehen waren. Er wies synthetische

Antioxidanten in sämtlichen nach. EQ ist der am meisten benutzte

synthetische Stoff in Hunde- und Katzenfutter. So gut wie alle

amerikanischen Petfood-Erzeugnisse enthalten EQ, obwohl dies nicht in

der Warendeklaration aufgeführt ist."

Pflanzengift

EQ wurde um 1950 von der Firma Monsanto als Insektenmittel und

Pflanzengift entwickelt, und bekam schnell auch als Stabilisator für Gummi

Bedeutung. Später wurde in der Gummiindustrie unter den Arbeitern eine

starke Erhöhung der Fälle von Leber- und Nierenschäden sowie Haut- und

Blutkrebs registriert.

In den neunziger Jahren wurde die Firma Monsanto von amerikanischen

Gerichten in Verbindung mit diesen Krankheitsfällen verurteilt, u.a. weil

sie Resultate von Krebs-Untersuchungen manipuliert hatte um ihr Produkt

weiterhin vertreiben zu können. Als Stabilisator für Tierfutter wird EQ

jedoch weiterhin benutzt, wobei die Produzenten ironischerweise mit

vollem Recht den Verbraucher darüber im Unklaren lassen dürfen.

Krebsfördernd

Die Forschung mit Tieren hat eine Verbindung zwischen der Einnahme von

EQ und reduzierter Immunität nachgewiesen. Es wird angenommen, dass

ein Zusammenhang zwischen den dramatisch ansteigenden Krebsfällen

bei Tieren und der steigenden Benutzung von chemischen Stoffen im

Futter besteht. Neben EQ sind auch BHA und BHT stark im Bilde, was die

Ausbreitung von Krebs angeht. Diese Resultate der Forschung wurden der

Öffentlichkeit 22 Jahre lang verschwiegen."

Später wurde das Forschungsprojekt stark kritisiert, weil es nur halbherzig

durchgeführt worden sein soll. Heute spricht man nämlich sogar von einer

epedemieartigen Entwicklung von Tierkrankheiten, darunter besonders

einem Versagen der Nieren- und Leberfunktion.

Wichtige Todesursache

"Nierenkrankheiten sind heute eine der drei wichtigsten Todesursachen bei

amerikanischen Hunden und Katzen. Das durch schädliche Stoffe stark

verunreinigte Petfood stellt eine unzulässige Belastung für dieses Organ

dar."

Der Rest des Artikels beschreibt die verschiedenen Vorgänge bei der

Herstellung des Futters, die dazu führen, dass auch die wenigen

wertvollen Stoffe fast völlig zerstört werden. Diese Bearbeitung ist

notwendig, um das Futter haltbar und angenehm im Geruch und Aussehen

machen zu können.

Neue Krankheiten

Zum Schluss zitiert der Verfasser den amerikanischen Tierarzt R.L.

Wysong:

"Es tauchen ständig neue Krankheiten auf, die man auf Petfood

zurückführen kann. Schlechtes Sehvermögen, Gicht, Hautkrankheiten

usw.

 

Propylgallat

Ist in Kinder - und Säuglingsnahrung verboten!

 

EG-Zusatzstoffe

Werden teilweise als Betriebsgeheimniß bezeichnet, damit der Besitzer nicht erfährt was für gesundheitsschädigende Stoffe Verwendung finden.